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Meta Ads

Was ist ein guter ROAS für Meta Ads? Benchmarks 2026 nach Branche

6 min Lesezeit

"Unser ROAS ist 4.2 - ist das gut?" Diese Frage stellt fast jede Brand die wir zum ersten Mal sprechen. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. ROAS ohne Kontext ist eine bedeutungslose Zahl.

In diesem Artikel erklären wir, wie du deinen ROAS korrekt interpretierst, welche Benchmarks für deine Branche realistisch sind - und warum der Reported ROAS aus dem Meta Ads Manager fast immer lügt.

ROAS - Definition und Formel

ROAS (Return on Ad Spend) = Umsatz durch Werbung / Werbeausgaben

Ein ROAS von 4 bedeutet: Für jeden Euro Werbeausgabe wurden 4 Euro Umsatz generiert. Simpel - aber die Tücke liegt in den Definitionen von "Umsatz durch Werbung" und welcher ROAS überhaupt profitabel ist.

Der Break-Even ROAS - Was du mindestens brauchst

Der wichtigste ROAS ist dein Break-Even ROAS. Darunter verlierst du Geld.

Break-Even ROAS = 1 / Bruttomarge

BruttomargeBreak-Even ROASProfitabler Ziel-ROAS
20%5.07.0+
30%3.35.0+
40%2.53.5+
50%2.03.0+
60%1.72.5+

Beispiel: Wenn du Produkte mit 35% Bruttomarge verkaufst, ist dein Break-Even ROAS etwa 2.86. Ein ROAS von 2.5 bedeutet: Du verlierst mit jedem Euro Ad Spend Geld - auch wenn sich das im Dashboard "okay" anfühlt.

Wichtig

In diese Rechnung fließen noch keine Fixkosten (Agentur, Tools, Personal) ein. Wenn du 3.000€ monatlich an Betriebskosten hast, musst du deinen Ziel-ROAS entsprechend höher ansetzen.

ROAS Benchmarks nach Branche (Deutschland, 2026)

BrancheØ Reported ROASRealistische Erwartung
Beauty & Skincare3.5 - 6.04.0 - 5.5
Fashion & Accessories2.5 - 4.53.0 - 4.0
Health & Supplements3.0 - 5.53.5 - 5.0
Home & Living2.0 - 3.52.5 - 3.5
Sports & Outdoor2.5 - 4.03.0 - 4.0
Pet Products3.5 - 7.04.0 - 6.0

Reported ROAS vs. Blended ROAS - Der entscheidende Unterschied

Der Reported ROAS im Meta Ads Manager übertreibt systematisch. Warum? Weil Meta Conversions nach einem Attribution Window (standard: 7 Tage Click, 1 Tag View) zählt - und dabei Conversions einrechnet die auch ohne die Anzeige stattgefunden hätten.

Wenn eine Person deine Website schon kennt, über Google sucht, konvertiert - und gleichzeitig eine deiner Anzeigen irgendwann gesehen hat, zählt Meta diese Conversion als "durch Ads generiert".

Blended ROAS = Gesamter Umsatz / Gesamter Ad Spend (alle Kanäle)

Der Blended ROAS ist ehrlicher. Als Faustregel: Wenn dein Reported ROAS 4.0 ist, liegt dein Blended ROAS oft bei 2.5 - 3.0. Das ist immer noch profitabel für viele Brands - aber es ist der echte Wert.

Wann ist ein niedriger ROAS akzeptabel?

Ein ROAS unter dem Benchmark muss nicht schlecht sein - wenn der Customer Lifetime Value (CLV) stimmt. Eine Brand mit hoher Wiederkaufrate kann sich erlauben, bei der Erstbestellung unter dem Break-Even ROAS zu arbeiten, weil der zweite und dritte Kauf ohne weitere Ad Spend kommt.

Das funktioniert aber nur wenn:

Was du tun kannst wenn dein ROAS unter dem Ziel liegt

Die häufigsten Ursachen für schlechten ROAS:

  1. Tracking-Probleme: Conversions werden nicht korrekt erfasst, Meta optimiert auf die falschen Signale. Lösung: CAPI einrichten.
  2. Veraltete Creatives: Hohe Frequency, sinkende CTR, steigender CPM. Lösung: Creative Testing Framework.
  3. Schlechte Landing Page: Traffic kommt an, konvertiert aber nicht. Lösung: Shopify CVR optimieren.
  4. Falsches Audience Setup: Broad ist gut - aber ohne ausreichende Purchase-Daten für den Algorithmus funktioniert es nicht. Mindestens 50 Purchase Events pro Woche für stabile Optimierung.

Ein ROAS-Problem ist fast immer ein Symptom - nicht die Ursache. Die eigentliche Frage ist immer: Wo im Funnel verlierst du Geld?

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